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Vorlagen

Checklisten zum Abhaken.

Zwei Checklisten für den Start. Druck sie aus oder speichere sie als PDF und geh sie mit deinem Team durch.

As of: 23.9.2026

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Checkliste 1

Präventionsprogramm starten

Für alle, die ein Programm für eine Belegschaft oder eine Berufsgruppe aufsetzen. Geh die Punkte der Reihe nach durch. Wenn du einen nicht abhaken kannst, lohnt es sich, dort zuerst nachzuarbeiten.

  1. Zielgruppe festlegen. Wer genau soll mitmachen? Beschreibe die Gruppe mit Tätigkeit, Arbeitszeiten, Sprachen und Region.
  2. Belastungen kennen. Welche Belastungen sind für diese Gruppe typisch? Nutze vorhandene Daten, etwa aus der Evaluierung oder einer Krankenstandsanalyse, bevor du neu befragst.
  3. Ziel in einem Satz. Schreib auf, was sich nach sechs oder zwölf Monaten verändert haben soll, gemessen am Startpunkt der Teilnehmenden.
  4. Kennzahlen vorab festlegen. Leg fest, wie du misst: wie viele Gestartete nach vier, acht und zwölf Wochen noch aktiv sind, was sich gegenüber ihrem Startpunkt verändert hat und über welchen Weg sie gekommen sind.
  5. Zuständigkeit klären. Wer verantwortet das Programm, wer entscheidet über das Budget, wer liest den Bericht? Im Betrieb gehören Arbeitsmedizin, Sicherheitsfachkraft und Betriebsrat an den Tisch.
  6. Finanzierung prüfen. Welche Förderung oder Unterstützung passt? Der Förderüberblick zeigt die Wege in Österreich und Deutschland.
  7. Zugang planen. Über welchen Kanal erreichst du die Gruppe im Alltag? Denk an Sprache, Schichtzeiten und daran, dass nicht alle am Schreibtisch sitzen.
  8. Datenschutz klären. Kläre vor dem Start, welche Daten erhoben werden, wer sie sieht und dass Berichte nur aggregiert erscheinen. Hol die Datenschutzbeauftragte früh dazu.
  9. Pilot definieren. Starte mit einer Gruppe und einem festen Zeitraum. Lege vorher fest, woran du entscheidest, ob es weitergeht.
  10. Bericht vorbereiten. Bau den Bericht, bevor das Programm startet. Dann weißt du, welche Zahlen du brauchst, und niemand muss am Ende nachträglich suchen.
Checkliste 2

Befragung vorbereiten

Für eine Befragung zu Gesundheit oder Belastungen. Eine gute Befragung ist kurz, anonym und führt sichtbar zu Maßnahmen. Sonst sinkt die Beteiligung beim nächsten Mal.

  1. Zweck klären. Geht es um die gesetzliche Evaluierung der Arbeitsbedingungen oder um Gesundheit und Befinden der Menschen? Das sind zwei verschiedene Befragungen mit unterschiedlichen Regeln. Mehr dazu im Leitfaden zur Evaluierung.
  2. Geprüftes Verfahren wählen. Für die Evaluierung psychischer Belastungen nutzt du ein Verfahren, das alle vier Dimensionen abdeckt. Die AUVA stellt Verfahren und Hilfen bereit, in Deutschland die GDA.
  3. Betriebsrat einbinden. Sprich früh mit dem Betriebsrat, sofern es einen gibt. Klärt gemeinsam, ob eine Betriebsvereinbarung nötig ist.
  4. Anonymität sichern. Lege eine Mindestgröße für Auswertungsgruppen fest, damit niemand erkennbar wird. Frag keine Merkmale ab, die Einzelne identifizieren.
  5. Kurz halten. Streiche jede Frage, aus der keine Maßnahme folgen kann. Teste den Fragebogen mit drei bis fünf Menschen aus der Zielgruppe.
  6. Sprache und Zugang. Biete die Befragung in den Sprachen der Belegschaft an, auf dem Handy und in der Arbeitszeit.
  7. Ankündigen, was passiert. Sag vorher, wann die Ergebnisse kommen und wie daraus Maßnahmen werden.
  8. Ergebnisse zurückspielen. Teile die Ergebnisse mit allen, die mitgemacht haben, bevor du Maßnahmen beschließt. Lade sie ein, Lösungen mitzuentwickeln.
  9. Maßnahmen festhalten. Halte jede Maßnahme mit Verantwortlichen und Termin fest. Bei der Evaluierung gehört das in die Dokumentation.
  10. Wirkung prüfen. Plane von Anfang an, wann du wieder misst und woran du erkennst, ob eine Maßnahme gewirkt hat.